Fasten: die erste Woche

Grüner Smoothie

Am Aschermittwoch ist, wie wir alle wissen, ja alles vorbei. Deswegen habe ich in den Tagen davor ganz besonders genossen, dass es eine Torte gab! Drei Tage lang gab es jeweils ein wunderbares fettes Stück Schokoladentorte, alle weiteren letzten nicht vollwertigen Sünden habe ich Zug um Zug aufgebraucht und zu Aschermittwoch war es dann so weit. Nichts Süßes mehr, abgesehen von Obst.

Ich weiss nicht. Ich hatte im www einiges zum Thema „Zuckerdetox“ gelesen und es klang immer wie die größte Herausforderung überhaupt, so als ob man von einer ganz üblen Sache loskommen müsse. Da das ganze Unterfangen

  1. von mir selbst gewählt und
  2. selbstredend mit einem Nikotinentzug nicht vergleichbar ist (ich weiss, wovon ich spreche!),

läuft es gut.

Vielleicht ist es auch eine Frage der Perspektive. Ich MUSS gar nichts, ich mache das Ganze nur so lange, wie es mir gut tut und auch nur, so gut es geht. Ich möchte mich selber nicht unter Druck setzen, sondern mir etwas Gutes tun.

Und so sieht das derzeit in der Praxis aus:

  • morgens gibt es Green Smoothies. Gibt es dafür eigentlich kein deutsches Wort? Hm…grüne cremige Mixgetränke? Mein Favorit ist im Moment ganz klar Fenchel – Spinat – Birne – Banane mit einem ordentlichen Spritzer Zitrone.

Zwischendurch und zu jeder Mahlzeit gibt es Obst, so dass ich abends tatsächlich längst das Gefühl habe, nicht noch mehr Süßes zu brauchen.

  • Mittags hatte ich immer einen Eintopf mit kleingewürfelten Kartoffeln unterschiedlichen saisonalen Gemüsen, heißt: Kohl oder Rüben. Beim Würzen gibt es unendlich viele Möglichkeiten, mal nehme ich mediterrane Gewürze, mal südostasiatische, arabische oder indische, und manchmal würze ich einfach nur mit Pfeffer und Liebstöckel, dann schmeckts wie früher bei Mama! Ein wenig rohes Gemüse dazu, entweder über meinen Eintopf gestreut oder als Salat mit einem Spritzer Zitrone und einem guten Öl, fertig ist das Mittagessen.
  • Abends bisher immer eine Gemüsecremesuppe aus dem Blender, sehr bequem: die Zutaten rotieren 8 Minuten im Mixer vor sich hin und schon gibt es ein warmes Süppchen als Abendessen.

Weder Zubereitung noch das anschließende Aufräumen sind zeitlich der Rede wert.

Das Ganze macht für mich persönlich im Moment insofern Sinn, als dass ich mit meinen momentanen Dauerbegleitern in Form von Krücken ohnehin weder in der Lage bin, einzukaufen noch Kochexzesse zu betreiben. Dadurch ist ein Vereinfachen im Augenblick ohnehin recht praktisch. Es zeigt sich aber auch wieder, dass die Fastenzeit Freiräume schafft. Ich hatte durchweg mehr Zeit und auch das unschlagbare Gefühl, mir etwas Gutes zu tun.

Entschleunigung hat was Luxuriöses.

Eure Nicole

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